Farbedelsteine - Farbenspiele der Natur

Edelsteine sind seltene Mineralien in unserem Erdboden. Kein Stein ist wie der andere. Sie entstehen in großer Tiefe, unter hohem Druck und bei hohen Temperaturen. Meist werden sie durch vulkanische Aktivität weiter an die Oberfläche gebracht, wo sie dann in Stollen abgebaut werden können. Diese sogenannten Rohedelsteine werden dann von Edelsteinschleifern durch Techniken wie Spalten, Schleifen, Gravieren, Bohren und Schneiden soweit bearbeitet, bis sich das Licht besonders schön in ihnen bricht. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass bis zu 90% des ursprünglichen Steins weggeschliffen werden. Edelsteine zeichnen sich vor allem durch ihr außergewöhnliches Aussehen, ihre Widerstandsfähigkeit und Härte, aber auch durch ihren schönen Glanz und ihre unterschiedlichen Farben aus.

Rubin und Saphir

Nach dem Diamanten folgen in der allgemeinen Wertschätzung die Korunde, zu welchen der Saphir und der Rubin gehören.
Der Name Saphir leitet sich aus dem hebräischen Wort „sappir“ für „Edelstein“ ab. Als am wertvollsten gilt der Kornblumen- oder Königsblaue Saphir. Allerdings tritt der Saphir auch in vielerlei anderen Farbgebungen auf. Diese gehen von Farblos über Gelb, Orange, Grün und Violett bis hin zu Rosa. Heute werden alle Korunde, außer den wirklich rubinroten, als Saphire bezeichnet. Eine scharfe Abgrenzung gibt es jedoch nicht.
Der Name Rubin leitet sich aus den lateinischen Begriffe „ruber“ und „rubrus“ für "Rot“ ab. Der Rubin weist ebenfalls, wie die weit häufigere Korund-Varietät Saphir, eine außergewöhnliche Härte auf, welche nur vom Diamanten übertroffen wird.

Rubin-Ring, Cabochon-Schliff

Saphir-Ring, Facetten-Schliff

Rubin-Ring, Facetten-Schliff

Rubin und Saphir - verschiedene Schiffe und Formen

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Smaragd

Der Smaragd gehört zu der Gruppe der Berylle. Diese umfasst außerdem den Aquamarin, den Rosa-Beryll, den Gold-Beryll und den grünlichen-gelben Beryll. Der Smaragd ist der wertvollste unter den Beryllen. Der Name Smaragd leitet sich von dem griechischen Wort „smaragdos“ für „grüner Stein“ ab. Smaragde wurden und werden von vielen Kulturen als besonders wertvolle Schmuck- und Edelsteine geschätzt. Besonders Smaragde aus Brasilien können durch ihr kräftiges Grün zum Teil höhere Preise als gleich große Diamanten erzielen.

Smaragd-Ring - Facetten-Schliff

Smaragde - verschiedene Schliffe und Formen

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Aquamarin

Aquamarin-Ring, Facetten-Schliff
Der Aquamarin gehört, ebenso wie der Smaragd, zu der Gruppe der Berylle. Der Name Aquamarin leitet sich von dem lateinischen Wort „aqua marina“ für „Meerwasser" ab und nimmt dadurch Bezug auf die zartblaue Farbe des Minerals. Die Farbgebungen reichen hier von fast farblosem Blassblau bis hin zum kräftigen Dunkelblau. Die seltensten und damit wertvollsten intensiv blauen Aquamarine stammen aus der Mine „Santa Maria de Itabira“ in Brasilien und werden demzufolge „Santa Maria“ genannt.

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Amethyst

Der Amethyst gehört zu den Quarzgesteinen. Die Herkunft des Namens stammt aus dem griechischen Wort „amethystos“ , was „dem Rausche entgegenwirkend“ bedeutet, und drückt den alten Glauben aus, dass ein Träger eines Amethysts gegen die berauschende Wirkung von Wein geschützt sei. Allerdings ist dieser Mythos eher auf den Brauch zurückzuführen, den Wein mit Wasser zu mischen und deshalb mehr davon trinken zu können, ohne dessen berauschende Wirkung all zu schnell zu merken. Die violette Farbe des Amethysts reicht von einem sehr hellen, leicht rosafarbenen bis hin zu einem sehr dunklen Violett. Unter Einfluss von Sonnenlicht bleichen Amethyste oft bis zur völligen Farblosigkeit aus. Sie sollten deshalb keiner direkten UV-Strahlung ausgesetzt werden. Durch Erhitzen, das sogenannte Brennen, verlieren Amethyste ihre violette Färbung und es entsteht zumeist eine citringelbe bis goldene Färbung. Seltener entsteht eine grünliche Färbung, also ein Grün-Amethyst. Dieses Brennen sollte aber mit größter Vorsicht passieren, da auch eine komplette Farblosigkeit auftreten kann.

Amethyst-Ring, Cabochon-Schliff

Amethyst-Ring, Facetten-Schliff

Amethyste - verschiedene Schliffe und Formen

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Citrin

Der Citrin ist die gelb gefärbte Varietät des Quarzes. Der Name leitet sich von dem lateinischen Wort „citrus“ für „Zitrone“ ab und verweist auf die zitronengelbe Farbe des Quarzes. Es gibt sowohl die sehr seltenen, natürlichen, eisenhaltigen, gelb-orangefarbigen Citrine, als auch sogenannte gebrannte Citrine. Diese werden durch das Brennen von Amethysten hergestellt. Die violette Farbe des Amethysts weicht dabei einer gelben bis orange-braunen Färbung.

Citrin-Ring, Cabochon-Schliff

Citrin-Ohrschmuck, Facetten-Schliff

Citrine - verschiedene Schliffe und Formen

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Rauchquarz

Der Rauchquarz ist ein sehr populärer Edelstein aus der Gruppe der Quarze. Der Name leitet sich von seiner teils wirklich rauchigen Farbe ab. Das Farbenspektrum der Rauchquarze reicht von graulich Braun, über tatsächliches Braun bis hin zu fast Schwarz. Allerdings ist die echte Farbe eines Rauchquarzes nur unter neutralem Licht zu erkennen. Im Licht von Neonröhren oder Energiesparlampen zeigt sich der Edelstein oft in einer völlig anderen Farbe. Vor allem die Farbintensität ist so nicht zu erkennen.

Rauchquarz-Ring, Facetten-Schliff

Rauchquarze - verschiedene Schliffe und Formen

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Rosenquarz

Der Rosenquarz, auch Rosa Quarz genannt, gehört wie der Name schon sagt, zu den Quarzgesteinen. Die Namensgebung ist durch seine rosa Färbung begründet. Das Farbspektrum reicht von zartem Rosa über Altrosa, aber niemals bis Pink. Das Aussehen von Rosenquarz kann entweder schattiert oder gleichmäßig sein. Auch weiße Stellen, milchig oder auch wolkig, verschiedener Intensität sind häufig zu finden. Die tatsächliche Farbe ist wie bei den meisten Edelsteinen nur unter neutralem Licht zu erkennen.

Rosenquarz - Ring, Cabochon-Schliff

Rosenquarz - Ring, Cabochon-Schliff

Rosenquarze - verschiedene Formen

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Topas

Der Topas ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Klasse der Silikate. Der Name Topas geht auf das Sanskrit-Wort „tapas“, was „Feuer“ oder „Leuchten“ bedeutet, zurück. Die natürlich vorkommenden Farben des Topas sind farblos, Gelb, Gelbbraun, Rotbraun, Hellblau, Hellgrün, kräftiges Rot und Violett. Als am wertvollsten gilt der Farbbereich zwischen Rosa und rötlichem Orange, wobei Gelb mit rötlichem Stich am häufigsten in der Natur zu finden ist. Seit den 80er Jahren sind blaue synthetische Topase, auch Blautopase genannt, bekannt. Diese werden durch das sogenannte Brennen, also das Erhitzen, von gelblichen Topasen, hergestellt.

Blau Topas - Ring, Cabochon-Schliff

Blau Topas - Ohrschmuck, Cabochon-Schliff

Blau Topase - verschiedene Schliffe und Formen

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Turmalin

Der Turmalin ist, ebenso wie der Topas, ein Mineral aus der Klasse der Silikate. Der Name Turmalin leitet sich vom singalesischen Wort „tura mali“ ab und bedeutet übersetzt soviel wie „Stein mit gemischten Farben“. Ein einzelner Edelstein kann oft mehrere Farben haben. Es gibt mehr als 50 Farbnuancen in denen dieser Stein gefunden werden kann. Von farblos über Rosa, Rot, Gelb, Braun, Grün und Blau, bis hin zu Schwarz. Rote Turmaline werden auch Rubellith genannt, sobald sie unter künstlichem Licht das gleiche feine Rubinrot zeigen wie unter Tageslicht. Blaue Turmaline werden hingegen Indigolith genannt.

Rosa Turmalin-Ring, Facetten-Schliff

Grüner Turmalin-Ring, Facetten-Schliff

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Peridot

Der Peridot gehört, wie der Turmalin, zur Klasse der Silikatgesteine. Der Name leitet sich vom griechischen „peridona“, was soviel bedeutet wie „Fülle geben“ ab. Die Römer nannten diesen Edelstein auch „Smaragd des Abends“, da sich sein strahlend grünes Leuchten auch bei künstlichem Licht nicht verändert. Der Peridot ist der einzige Edelstein, der nur in einer einzigen Farbe vorkommt. Lediglich die Farbintensität kann von gelblichem Grün und Oliv bis hin zu Braungrün variieren.

Peridot-Ring, Cabochon-Schliff

Peridot - verschieden Schliffe und Formen

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Granat

Der Granat gehört zur Klasse der Silikatgesteine. Der Name Granat leitet sich vom lateinischen Wort „granum“ ab und verweist auf das häufige Vorkommen in rundlichen Körnern. Im Volksmund wird der Granat auch mit „Karfunkelstein“ bezeichnet. Den Granat gibt es in zahlreichen Farben, angefangen bei zartem Gelb, über Grün, Orange, und feinen Blautönen. Am häufigsten jedoch ist die rote Farbe zu sehen.

Granat-Ring, Facetten-Schliff

Granate - verschiedene Schliffe und Formen

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Lapis

Der Lapis oder auch Lapis Lazuli genannte Edelstein ist ein Mineralgemisch. Das Wort „lapis“ entstammt der lateinischen Sprache und bedeutet „Stein“. Das Wort „lazuli“ kommt von dem arabischen Wort „lazulum“ für „Blau“ und wurde später ins Mittellateinische übernommen. Die begehrtesten Steine sind von intensiver ultramariner Farbe, grünliche Steine hingegen sind weniger wertvoll.

Lapis-Ring

Lapis - verschiedene Formen

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Koralle

Korallen sind organische Produkte, werden aber wegen ihrer Verwendungsmöglichkeit als Schmuckstein oftmals zu den Edelsteinen gezählt. Durch die Erwärmung und Verschmutzung der Meere sind Korallen weltweit rückläufig und dementsprechend knapp und teuer geworden. Korallen kommen in verschiedenen Rottönen, sowie in weißen, grauen und selten auch in schwarzen Farbnuancen vor.

Korallen-Anhänger, Cabochon-Schliff

Korallen - verschiedene Formen und Schliffe

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Onyx

Der Onyx ist die tiefschwarze, kaum durchsichtige Variante des Chalecedon, und damit ein Quarzgestein. Der Namen hat vermutlich seinen Ursprung im griechischen Wort „onyx“ bzw. „onys“ was „Nagel“ oder „Fingernagel“ bedeutet und sinngemäß der „Stein, der einem Fingernagel mit Linien ähnlich sieht“ heißt. Dies rührt daher, dass im Altertum alle Achate mit „Onyx“ bezeichnet wurden und die Steine oftmals eine helle Bänderung aufweisen.

Onyx-Ring

Onyxe - verschiedene Formen und Schliffe

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Achat

Der Achat ist ein so genannter Lagenstein, was beutet, dass er aus unterschiedlich gefärbten Steinschichten und Chalcedon-Varietäten besteht. Der Achat zählt damit zur Quarzgruppe. Der Name Achat ist aus dem Sizilianischen abgeleitet und bezieht sich auf den angeblich ersten Fundort am Fluss "Achates". Das Farbspektrum des Achats ist vielfältig und geht von Rot über Braun, Orange, Gelb, Grün und Weiß zu Grau, Hellblau, Graublau und Schwarz. Die weiße Variante wird Weißachat genannt.
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Opal

Der Name Opal stammt wohl vom griechischen Wort „opallios“ für „Farbwechsel“ ab. Der Opal ist in seinem Farbenspiel, seinen Mustern und seiner Vielfalt beinahe unerschöpflich. Kein anderer Edelstein kann dies bieten. Andere Edelsteine müssen durch einen Schliff veredelt werden um ihren Glanz hervorzuheben. Im Opal jedoch ist das Funkeln ganz natürlich vorhanden. Der Wert des Opals richtet sich nach der Häufigkeit der im Opal zu findenden Farben. Rot und dessen Abstufungen gelten als am wertvollsten. In der Schmuckindustrie wird zwischen Gemeinen Opalen und Edelopalen unterschieden. Edelopale unterscheiden sich von den gewöhnlichen Opalen durch ihr Schimmern und Leuchten in fantasievollen, ineinander fließenden Farben.

Opaltripletten - Anhänger

Milchopal-Ring

Feueropal-Ring, Facetten-Schliff

Milchopale - veschiedene Formen

Opal-Tripletten, verschiedene Formen

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Zirkon

Der Zirkon gehört zu den ältesten bekannten Mineralien der Erde und ist eines der am häufigsten in der Erdkruste vorkommenden Mineralien. Der Name Zirkon stammt entweder vom arabischen Wort „zargun“ für „Zinnober“ oder vom persischen Wort „zargun“ für „goldfarben“ ab. Meistens kommt der Zirkon in undurchsichtigen, trüben Kristallen vor. Die für Schmuckzwecke geeigneten, durchsichtigen Kristalle hingegen sind relativ selten zu finden. Die Farben variieren von farblos über Goldgelb, Gelbrot, Rot, bis Grün und Schwarz. Geschliffene Zirkone haben durch ihre hohe Lichtbrechung ein funkelndes Aussehen und werden deshalb oft in ihrer farblosen Variante als preisgünstige Ersatz-Diamanten verwendet.

Zirkonia-Ring

Zirkonia-Ring

Zirkonia - verschiedene Formen und Farben

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